Veranstaltungen


Ausstellung

Meine Jüdische Hälfte | Andreas Neumann-Nochten

verlängert - jetzt bis 25. März


 

 "Der Rechtsextremismus ist nicht aus der Welt, auch nicht aus der deutschen. Aber, wenn er allem, was einer opportunen politischen, gesellschaftlichen oder kulturellen Weltsicht zu widersprechen scheint, als Stempel aufgedrückt wird, dann wird auch dem Antisemitismus immer wieder neue Auftrieb verschafft. Dann nutzen die, die für Demokratie und Freiheit Sorge tragen wollen, in ihrem gut gemeinten Anliegen genau die Mittel, die beides zu vernichten drohen."

- Andreas Neumann-Nochten

 

Erst als Jugendlicher hat der in Görlitz lebende Künstler und Theologe Andreas Neumann-Nochten erfahren, dass seine Familie jüdische Wurzeln hat. Die Auseinandersetzung mit diesem Teil seiner Identität hat er in zahlreichen Bildern und Zeichnungen verarbeitet. Einige dieser Werke sind nun im Kulturforum zu sehen. Andreas Neumann-Nochten wird zu Beginn von seinen Erfahrungen mit seiner „Jüdischen Hälfte“ berichten.

 

Eintritt frei

 

 

"Neue Synagoge in Görlitz vom Stadtpark aus gesehen", 1985, Andreas Neumann-Nochten


Veranstaltungsreihe

Haltestellen in der Fastenzeit

21. Februar - 27. märz, mittwochs, 17:30 Uhr

Auszeiten vom Alltag gibt es in den meisten Kulturen und Religionen. Oft werden sie Fastenzeiten genannt. Für Christen in aller Welt hat Mitte Februar mit dem Aschermittwoch die längste und wichtigste Fastenzeit begonnen. Sieben Wochen lang bereiten sie sich auf Ostern vor. Fasten ist dabei mehr als Verzicht. Fasten ist der Ausbruch aus alten Denkmustern und Gewohnheiten.

 

In Görlitz gibt es seit vielen Jahren eine besondere Tradition in der Fastenzeit. Die Kommunalpolitikerin und frühere Kirchenreferentin Gabi Kretschmer lädt Menschen aus der Stadtgesellschaft ein, zu „Predigern“ zu werden. „Haltestellen in der Fastenzeit“ heißt diese Veranstaltungsreihe, die bis Ostern jeweils am Mittwoch von 17.30 – 18 Uhr stattfindet. Im Mittelpunkt jeder Haltestelle steht eine kleine Rede oder auch Predigt; ein Denkanstoß von etwa 20 Minuten Länge.

 

Bislang waren meist Kirchen die Orte für „Haltestellen“. 

 

Diesmal hat Gabi Kretschmer, in Kooperation mit der Evangelischen Innenstadtgemeinde, das Kulturforum Görlitzer Synagoge als Ort für die „Haltestellen in der Fastenzeit“ ausgewählt.

 

Das Leitwort für diese kurzen Meditationen oder Predigten lautet in diesem Jahr „Dennoch!“ Der Bogen der Rednerinnen und Redner ist auch diesmal weit gespannt.

 

Den Auftakt macht am Mittwoch, 21. Februar Monique Hänel, die sich seit einigen Jahren unter anderem mit dem Team von „Görlitz bleibt bunt“ gegen Rechtsextremismus und für ein gutes Miteinander in der Stadt engagiert. Es folgt die Biologin Christiane Ritz (28. Februar), der Verleger und Stadtführer Michael Prochnow (6. März), Gabi Kretschmer (13. März), Dr. Christian Düker vom Senckenberg Museum (20. März) und schließlich am 27. März der aus Israel stammende Co-Leiter der Görlitzer Tanzcompany, Dan Pelleg.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.


Ausstellung

Alef-Bet | Lieselotte Theil-Hurshell

mittwoch 27. märz - 31. mai

Die Ausstellung "Alef Bet" wurde zuletzt in Leipzig und Dresden gezeigt. In Leipzig hielten Küf Kaufmann, der Direktor, Vorstandsvorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig und Dr. Thomas Feist (Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für Jüdisches Leben) Eröffnungsreden.

 

„Das alef-bet iwri, also das hebräische Alphabet, ist ein Beispiel für die sprachlichen Wurzeln vieler Völker. Die 22 Buchstaben wurden für diese Ausstellung im Rahmen einer biblischen Geschichte oder eines religiösen Gegenstands präsentiert. Es entstanden damit 22 bildliche Erzählungen. Das antike und das moderne Hebräisch sind auch ein Symbol für eine Kontinuität und Weiterentwicklung der Sprache, die uns alle verbindet. Besonders durch die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 ist Hebräisch zu einer lebendigen Sprache geworden, die im Alltag genutzt wird, aber auch bei der Lesung der Heiligen Schrift oder im Gebet. Entstanden im Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, feiert diese Serie von Darstellungen die Schriftzeichen, die in den vergangenen Jahrtausenden in den alphabetischen Systemen der Phönizier, der Griechen und der Römer ihren Widerpart finden. Sie stehen dafür, dass die Menschheit eine Familie ist.“

– Lieselotte Theil Hurshell

 

„Die hebrärischen Buchstaben haben eine tiefe Mystik, die nicht nur den Klang, sondern auch die Form, Größe und den Zahlenwert des Buchstabens umfassen kann. Lieselotte Theil-Hurshell hat das spannende und ambitionierte Vorhaben umgesertzt, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets künstlerisch zu interpretieren. Dabei bekommt jeder Buchstabe seine eigene, ganz individuelle Auslegung. Als Grundlage für viele Bilder wurde Psalm 145 genommen, der als Akrostichon geschrieben ist. Die Gesamtheit der Anfangsbuchstaben ergeben das hebräische Alphabet: Von Aleph bis Taf.“

 

- Alexander Nachama, Landesrabbiner von Thüringen

 

Abbildung: BET  "An jedem Tag will ich Dich loben, und Deinen Namen für immer in ewig rühmen."

Der zweite Buchstabe-die Darstellung eines Hauses-bedeutet Segen/Jesaja 56,7 - "Denn mein Haus soll ein Haus für alle Völker genannt werden"


Konzert

Gastspiel: Drei Freunde - Drei Tenören

SAmstag 19. Oktober, 19 Uhr

Lassen Sie sich von drei Tenören der Extraklasse in die aufregende Welt der Tenorliteratur entführen. Das Repertoire der drei charmanten Herren ist ein Querschnitt durch die große Welt der Oper, der Operette und der Kanzone. Diese Hommage an die herausragenden musikalischen Meisterwerke unserer Kultur beinhaltet Kompositionen von Verdi, Puccini, Leoncavallo, de Curtis und anderen in höchster Vollendung, sowie italienische Kanzonen, die den Zauber der Musik spüren lassen.

 

Hier treffen drei exzellente Opernsolisten zusammen, um dem Publikum die schönsten und ergreifendsten Werke unserer Zeit zu präsentieren. Einfühlsam begleitet bei ihren Auftritten werden die strahlenden Tenorstimmen, die sowohl solistisch als auch mit geballter Kraft gemeinsam singen, von der preisgekrönten Pianistin Sigrid Althoff.

 

Die musikalischen Abende der Drei Freunde - Drei Tenöre, der an das große Original Placido Domingo - Luciano Pavarotti - Jose Carreras erinnert, ziehen ihre Besucher regelmäßig in ihren Bann. Erleben Sie, warum Presse und Publikum nach den Konzerten diese mit „Brillant!", "Sagenhaft!" und "Überwältigend!" beschreiben.