Veranstaltungen



Konzert | Meisterkurs für harfe

Abschlusskonzert

Samstag, 13. Juli, 19:30 uhr

 

Zum vierten Mal in Folge lädt der Kurs international Harfenisten ein zu einer intensiven Kurswoche in der Neißestadt. 10 Teilnehmer aus Tschechien, Deutschland und Frankreich sind der Einladung gefolgt.

 

Unterrichtet werden sie von Frédérique Cambreling, international renommierte Harfenistin aus Frankreich und Markus Thalheimer, dem Solo-Harfenisten der Neuen Lausitzer Philharmonie Görlitz.

 

An diesem Abend präsentieren Ihnen die jungen Harfenisten Ihre Lieblingsstücke, die sie mit nach Görlitz gebracht haben. Lassen Sie sich im prächtigen Kuppelsaal des Kulturforums Görlitzer Synagoge einen Abend von Harfenmusik verzaubern!

 

 

 

Tickets an der Abendkasse und im Vorverkauf in der Görlitz-Information am Obermarkt Görlitz, 15,00 € / 10,00 € ermäßigt 


Uraufführung I Lausitz Festival

Diaspora Crossover

Sonntag, 1. September, 18:30 Uhr

Wie würde es klingen, wenn sich die Darbietung traditioneller jüdischer Lieder von Gospelmusik inspirieren ließe? Was wäre, wenn die ausladende Innerlichkeit des sephardischen Gesangs mit dem Drive und Pop-Appeal des afroamerikanischen Gospels in Beziehung träte? – Gesagt, getan. Das Lausitz Festival präsentiert in der Görlitzer Synagoge ein aufregendes Crossover: Die EuropaChorAkademie singt sephardische Lieder, die von Haggai Cohen-Milo und James Shipp mit dem Spirit nordamerikanischer schwarzer Kirchenmusik angesteckt werden.

 

Was haben sephardische Musik, also die traditionelle Musik der vorwiegend in Nordafrika lebenden Juden, und Gospelmusik, die religiöse Musik der Afroamerikaner, miteinander zu tun? Es sind Musiken der Diaspora. Es sind Musiken von Menschen, die gewaltsam aus ihren angestammten Heimaten vertrieben wurden und sich irgendwo anders auf der Welt, als Fremde in der Fremde, niederlassen mussten: Hier die jüdische Bevölkerung der iberischen Halbinsel, die in Folge der christlichen Rückeroberung Spaniens und Portugals um 1500 herum unterdrückt, verfolgt und von da vertrieben wurde; dort die afrikanischen Menschen, die etwa ab der selben Zeit ungefähr dreihundert Jahre lang zu Millionen versklavt, als Ware nach Amerika verhandelt und dort auf unmenschliche Weise ausgebeutet wurden und bis heute diskriminiert und ausgeschlossen sind. Sephardischer Gospel wäre also der Zusammenklang der Musiken zweier Bevölkerungen, die das Schicksal an ihnen verübter Menschheitsverbrechen teilen.

 

Stilistisch, geografisch und historisch liegen sephardische Musik und Gospelmusik denkbar weit auseinander. Sie im Rahmen des Konzertes nun in einen Dialog zu bringen, sie ineinander zu verweben und sie einander wechselseitig beleuchten zu lassen, hat noch einen viel einfacheren und erfreulicheren Grund: Der israelische Komponist und Musiker Haggai Cohen-Milo, der lange in den USA studierte und lebte und nun in Berlin beheimatet ist, stellte in New York begeistert fest, dass all die Sänger:innen und Musiker:innen, mit denen er arbeitete und die er hier so bewunderte, einen musikalischen Hintergrund in der afroamerikanischen Kirchenmusik, also der Gospelmusik hatten. Ihn faszinierte, dass Gospelmusik, wenngleich sie traditionelle religiöse Musik ist, zugleich so populär war und noch dazu derart avantgardistisch, dass sie ganz selbstverständlich musikalische Stile wie Soul, Funk, Hip Hop und R&B inspirierte und dabei musikalische Grenzen verschob. Ihn faszinierte das, weil die traditionelle jüdische Musik, die er kannte und mit der er aufgewachsen war, sich eher konservativ und abgrenzend verhielt.

 

Aus dem spielerischen Wunsch heraus, sich selbst eine musikalische Identität zu verpassen, die ähnlich ansprechend und populär sein könnte, wie die seiner zahlreichen Kolleg:innen, verfiel Haggai Cohen-Milo auf die Idee, sephardische Melodien und Lieder zusammen mit seinem langjährigen Partner James Shipp inspiriert von Gospelmusik zu arrangieren. Das Lausitz Festival lässt diesen Traum nun wahr werden: Das mitreißende Crossover wird von der in Görlitz ansässigen EuropaChorAkademie, die selbst verschiedene Stimmen und Musiken Europas vereinigt, und begleitet von einer Band, erstmals zu Gehör gebracht.

 

 

Idee, Arrangements, Musikalische Leitung, Bass Haggai Cohen-Milo, James Shipp

Arrangements, Percussion, Keys James Shipp

Keys Justin Stanton

Gesang Yair Zabar Tzabari

Chor EuropaChorAkadmie

Chorleitung Jan Hoffmann

 

 

Weitere Informationen unter www.lausitz-festival.eu

 

© Laura Jankowski


Konzert

Gastspiel: Drei Freunde - Drei Tenöre

SAmstag, 19. Oktober, 19:00 Uhr

Lassen Sie sich von drei Tenören der Extraklasse in die aufregende Welt der Tenorliteratur entführen. Das Repertoire der drei charmanten Herren ist ein Querschnitt durch die große Welt der Oper, der Operette und der Kanzone. Diese Hommage an die herausragenden musikalischen Meisterwerke unserer Kultur beinhaltet Kompositionen von Verdi, Puccini, Leoncavallo, de Curtis und anderen in höchster Vollendung, sowie italienische Kanzonen, die den Zauber der Musik spüren lassen.

 

Hier treffen drei exzellente Opernsolisten zusammen, um dem Publikum die schönsten und ergreifendsten Werke unserer Zeit zu präsentieren. Einfühlsam begleitet bei ihren Auftritten werden die strahlenden Tenorstimmen, die sowohl solistisch als auch mit geballter Kraft gemeinsam singen, von der preisgekrönten Pianistin Sigrid Althoff.

 

Die musikalischen Abende der Drei Freunde - Drei Tenöre, der an das große Original Placido Domingo - Luciano Pavarotti - Jose Carreras erinnert, ziehen ihre Besucher regelmäßig in ihren Bann. Erleben Sie, warum Presse und Publikum nach den Konzerten diese mit „Brillant!", "Sagenhaft!" und "Überwältigend!" beschreiben.


Konzert

"Tanzen möchte ich..." | Operette und Musical

Dienstag 31. dezember, 17 Uhr

Die Zeit der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Berlin übt eine enorme Anziehungskraft aus. Es ist eine Ära des Aufbruchs, der Hoffnung und Vitalität zugleich auch ein tiefer Fall. Ein Großteil der Künstler und Intellektuellen dieser Epoche – Schriftsteller, Komponisten, Musiker, Schauspieler, Maler – war jüdischer Herkunft. Sie wird deswegen auch als „Jüdische Renaissance“ bezeichnet. Bedeutende Komponisten wie Paul Abraham, Leo Fall oder Emmerich Kalmann verholfen der Operette in dieser Zeit zu wahrem Triumpf, der bis heute ungebrochen ist. Ein Schicksal teilen diese Musiker miteinander: die Verfolgung durch den Nationalsozialismus. Ihre Heimat mussten sie verlassen, doch ihre Werke blieben in den Herzen der Menschen, wenn auch auf den Bühnen erst Jahre später wieder zu bewundern.

 

Unvergessen die Melodien aus Ball im Savoy, Viktoria und ihr Husar, Blume von Hawai, Die Rose von Stambul, Die Crardasfürstin oder Gräfin Mariza- Melodien wie Brüderlein und Schwesterlein, Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht, Ich will nur Dich und viele mehr erleben Sie im Silvester-Programm „ Tanzen möchte ich….“. 

 

Solisten aus Wien, Berlin und Prag erweisen ihre Referenz diesen drei unvergessenen Komponisten in einem berauschendem Konzert zum Ausklang des Jahres.

 

Luise Albrecht Staatsoperette Wien

Olga Dribas Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz

Alexander Voigt Tenor Theater Gera

Solotanzpaar Ballettensemble Usti nad Laben